Eine Leukoplakie der Mundschleimhaut ist eine weißliche Veränderung, die sich nicht abwischen läßt. Es handelt sich um eine Störung der Verhornung der Schleimhautzellen (Keratinisierungsstörung). Die Angaben über die Häufigkeit variieren und bewegen sich zwischen 0,2 und 3,6%.

Mechanische Reize oder Rauchen können unter anderem für das Auftreten der Leukoplakie in Frage kommen. Eine erste Diagnose wird zunächst durch eine klinische Untersuchung der Mundhöhle gestellt. Die allermeisten Leukoplakien sind völlig harmlos und sollten in gewissen zeitlichen Abständen nachkontrolliert werden. Da ein kleiner Prozentsatz der Leukoplakien eine Tendenz zur Entartung hat, spricht man von einer fakultativen Präkanzerose. Die Leukoplakie selbst ist also kein Krebs! Eine genaue Beurteilung kann nur durch einen Patholgen erfolgen. Hierzu wird ein kleines Stück aus dem betroffenen Gebiet entfernt und unter dem Mikroskop untersucht. Die so genannte Probeexcision ist harmlos und durch eine leichte oberflächliche örtliche Betäubung schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Das Ergebnis der pathologischen Begutachtung liegt in der Regel nach einer Woche vor.

Oft merkt der Patient selbst nicht das Auftreten von Mundschleimhauterkrankungen. Um sicher zu gehen, sollte der Hauszahnarzt zweimal pro Jahr zu einer Untersuchung der Mundhöhle aufgesucht werden. Die Kontrolle schafft Sicherheit und kostet keine Praxisgebühr.